Oktober 15 - kgv-vorwärts.de

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Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf".

Das Ende des Gartenjahres ist zum jetzigen Zeitpunkt schon abzusehen. Der Oktober wird intensiv genutzt, um den Garten so winterfest zu gestalten, dass die Pflanzen die kalte Jahreszeit unbeschadet überstehen können.

Bodenprobe entnehmen: Bevor Sie Ihren Mutterboden düngen, rate ich Ihnen, eine Bodenprobe zu nehmen und diese in der Geschäftsstelle des Stadtverbandes Leipzig der Kleingärtner, Zschochersche Straße 62, auf Nährstoffgehalt und pH-Wert untersuchen zu lassen. Wie gehen Sie vor?

Sie stechen den Spaten in den Erdboden, bewegen diesen seitlich und schürfen von der freigelegten vertikalen Einstechwand mit einem Löffel von unten nach oben. Dies wiederholen Sie 10 bis 15 Mal an anderen Stellen Ihrer gesamten Anbaufläche und vermischen die entnommenen Mengen.

Ca. 200 bis 300 g in feuchtem Zustand (nicht zu nass!) sollten es sein und ein einen Folienbeutel gefüllt werden. Dieser ist möglichst kühl und gut verschlossen aufzubewahren (Kühlschrank) bis zur Abgabe der Probe. Außen (!) an der Probe mit einem Etikett versehen, auf dem Adresse und Kultur vermerkt sind.

Nach der Untersuchung der Probe erhalten Sie ein Ergebnisprotokoll, in dem vermerkt ist, welche Nährstoffe Ihrem Boden fehlen und in welcher Form Sie nachdüngen müssen.

Herbstzeit ist Pflanzzeit: Ganz gleich, ob der Baumbestand verjüngt, ein ewig kränkelndes Gehölz durch ein für den Standort geeigneteres ersetzt oder eine Lücke geschlossen werden soll, jetzt sollte man die Obstgehölze in den Boden bringen.

Doch ehe man sich ans Pflanzen macht, muss die Neugestaltung gründlich durchdacht werden. Wenn möglich, sollten Obstbäume nicht über die gesamte Gartenfläche verteilt, sondern auf einer Seite angeordnet werden. Auf diese Weise können die Bäume gezielt gedüngt werden und störende Unterkulturen kommen weniger zum Zuge.

Mehr als nur Geschmacksache ist die Auswahl der Fruchtart: Üblich sind Apfel, Birne, Süß- oder Sauerkirsche und, wenn es die Lage zulässt, Pfirsich oder Aprikose. Wird ein „toter" Baum durch einen neuen ersetzt, sollte man die Art der Frucht wechseln, um Bodenmüdigkeit und schlechtes Anwachsen vorzubeugen.

Wer Kern- und Steinobst pflanzen will, sollte das Pflanzloch besonders groß ausheben und den neuen Baum in Komposterde setzen. Das gibt dem Neuling gute Startbedingungen und beugt der Bodenmüdigkeit vor. Allerdings darf man es nicht übertreiben! Mit Stallmist wird erst im nächsten Jahr gedüngt, das bringt den jungen Baum zur Ausbildung eines leistungsfähigen Wurzelsystems.

Wer in seinem Garten Apfel, Birne oder Quitte kultivieren möchte, muss auf die richtige Unterlage achten, da diese über Krankheitsanfälligkeit, Wuchskraft und Ertrag des Baumes entscheidet. In Kleingärten sollten bei Apfelbäumen die Unterlagen M 9, M 26 sowie MM 106 bevorzugt werden, da sie schwachwachsend sind.

So schön der riesige Apfelbaum aus Urgroßmutters Garten in der Erinnerung erscheinen mag, in heutigen Kleingärten sind Bäume mit kleinen Kronen sinnvoller. Damit lassen sich auf einer kleine Fläche gleich mehrere Sorten mit unterschiedlicher Reifezeit anbauen, so dass die Ernteperiode gestreckt werden kann. Außerdem sind Schnitt und Ernte einfacher als bei einem „Riesenbaum".

Bei der Sortenwahl sollte man sich von seinen Vorlieben und der Anfälligkeit gegen Krankheiten leiten lassen. So widerstehen die „Pi-Sorten" (Pinova, Pirol, Piros) Schorf und Mehltau teilweise, die „Re-Sorten" (Reanda, Reglindis, Renora und Resi) sind hingegen resistent. Natürlich haben auch bewährte ältere Sorten, wie Alkmene, Cox Orange, Goldparmäne u.a., eine Chance verdient.

Ein Baum ist eine Anschaffung für viele Jahre. Da ist es sinnvoll, sich vor Kauf und Pflanzung mit den Nachbarn abzustimmen und ggf. den Rat des Fachberaters einzuholen. Und man sollte beim Pflanzgut auf die bewährte, ortsansässige Baumschule setzen.

Gemüsegarten: Die Ernte der Herbst- und bereits auch Wintergemüse fallen jetzt an. Wie Feldsalat, Spinat, Winterkopfsalat und Frühlingszwiebeln von Wildkräutern säubern und den Boden leicht lockern. Sobald Frost angesagt ist, sollte man alle Gemüsearten wie Tomaten, Gurken, Bohnen, Zucchini, Kürbis und Paprikafrüchte retten.

Anfang des Monats kommen Wintersteckzwiebeln und Knoblauch in die Erde. Nach der Brombeerernte schneiden Sie die abgetragenen Fruchtruten dicht über dem Boden ab und binden die diesjährigen Triebe an Drähten fest.

Herbsthimbeeren direkt am Boden abschneiden (Aroma Quien). Im Herbst legen viele Schnecken ihre Eier ab. Die weißen Kugeln zu etwa 200 Stück legen die Schnecken in kleine Erdhöhlen oder unter Rindenmulch. Entfernen Sie die Gelege (mit heißem Wasser übergießen). Der Kohlweißling fliegt immer noch und legt seine Eier an die Blattunterseiten von Wirsing, Grün und Rosenkohl. Decken Sie die Pflanzen mit einem Gemüsenetz ab.

Bis zum nächsten Monat

Der „Garten-Olaf"