Mai 16 - kgv-vorwärts.de

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Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf“,

Mai-Thema ist Mischkultur im Kleingarten, das Anbauprinzip nach dem Vorbild der Natur, bei der es keine Monokulturen gibt. Unter einer Mischkultur versteht man den gemischten Anbau miteinander verträglicher Pflanzen. Hierbei werden hauptsächlich Gemüsegewächse mit unterschiedlichem Wachstumsverhalten gemeinsam kultiviert.

Pflanzen können sich gegenseitig positiv oder negativ beeinflussen. Gründe dafür sind z.B. Wurzelausscheidungen, Wurzelrückstände, unterschiedliche Tiefen der Durchwurzelung sowie Nutzung von Wasser und Nährstoffreserven des Bodens durch die verschiedenen Pflanzenarten.

Mit Hilfe von Mischkulturen lassen sich auf kleinstem Raum optimale Erträge erzielen sowie das Auftreten von Krankheiten und Schädlinge begrenzen, in dem die Pflanzen Schädlinge anderer Pflanzen u.a. durch ihren Geruch abwehren. Bei einer Mischkultur gibt es eine Vielzahl von Vorteilen. Diese treten aber nur ein, wenn vor Aussat bzw. Pflanzung genau geplant wurde, welche Pflanzen miteinander harmonieren. Ist dies nicht geschehen, können ebenso gegenteilige Effekte auftreten.

Wesentliche Vorteile einer Mischkultur sind:
• Ausgewogene Ausnutzung des Bodens, seiner Wasser- und Nährstoffvorräte; nur geringere Düngergaben notwendig.
• Geringere Gefahr des Befalls durch Schädlinge und Krankheiten; Einsatz weniger Pflanzenschutzmittel.
• Vorh. Flächen optimal genutzt (vor allem in kleinen Gärten; z.B. passt zwischen 2 Erbsenreien 1 Radischenreihe.
• Pflanzen fördern sich gegenseitig im Wachstum.
• Bunt gemischter Gemüsegarten mit farbenfrohen Sommerblumen und Stauden ist schmückender Blickfang im Garten.
• Schaffung einer guten Schattengare (Bodenbeschattung) hält Feuchtigkeit im Boden und sorgt für lockere Krume.
• Unterdrückt den Wildkräuterwuchs und erhöht somit die Bodenfruchtbarkeit.

Beispiele für gängige Mischkulturen:

Kultur günstig mit  ungünstig mit
Kohlrabi

Bohne, Erbse, Gurke, Tomate  

Kohl
Kopfsalat

Bohne, Erbse, Fenchel, Gurke, Kohlarten

Petersilie, Sellerie
Kohl

Bohne, Dill, Endivie, Lauch, Salat, Sellerie, Spinat, Erbse, Gurke, Tomate

Kartoffel, Knoblauch, Kohlrabi, Schnittlauch, Zwiebel 
Sellerie

Buschbohne, Fenchel, Gurke, Kohl, Kohlrabi, Salat, Spinat, Tomate, Chinakohl

Erbse, Kartoffel
Tomaten

Buschbohne, Knoblauch, Kohl, Kohlrabi, Lauch, Sellerie, Zwiebel

Erbse, Fenchel, Gurke, Kartoffel
Zwiebeln

Dill, Bohnenkraut, Gurke

Bohne, Erbse, Kartoffel

 

Gemüsegarten: Im Moment kann fast alles gesät werden. Für Rosenkohl und Grünkohl ist Anfang Mai der letzte Termin. Auch Zwiebeln und Schalotten sollten nicht später in die Erde. Vorhandene Lücken auf den Beeten können Sie mit schnell wachsenden Gemüsearten, wie Spinat, Radieschen und Salat schließen. Selbst empfindliche Pflanzen, wie Gurken oder Bohnen dürfen ausgesät werden, da sich die ersten Blätter erst nach den Eisheiligen durch den Boden schieben.

Gegen Ende Mai werden späte Möhren, Winterlauch und früher, schoßfester Fenchel gesät. Ansonsten werden vorgezogene Pflänzchen, wie Lauch, Kohlrabi, Sellerie, Salate und Kohl abgehärtet und in die warme Mai-Erde ausgepflanzt. Achten Sie darauf, dass Zucchini, Tomaten und Paprika erst nach den Eisheiligen gesetzt werden!
In rauen Lagen kommen erst Anfang Mai die Kartoffeln in die Erde. In wärmeren Gebieten kann man die Frühkartoffeln dagegen schon leicht anhäufeln.

Und dann geht es ans Unkraut jäten. Eine Hauptbeschäftigung der nächsten Zeit, damit sich die noch jungen Gemüsepflanzen ungestört entwickeln können. Bei Möhren und Rote Beete kommt es häufig vor, dass die Reihen zu dicht auflaufen. Zupfen Sie in regelmäßigen Abständen zu dicht wachsende Pflänzchen heraus. Bei früher Aussaat oder Aussaaten im Frühbeet und Gewächshaus können schon Salate, Radieschen und Kräuter geerntet werden.

Obstgarten: Ab Mitte Mai bis Ende Juni wird der Sommerriß an unseren Obstbäumen getätigt. Hier werden alle Neutriebe, die am Obstbaum nicht gebraucht werden, gerissen. Man reist bei dieser Methode die schlafenden Augen mit heraus. An dieser Stelle wächst vorläufig kein neuer Trieb.

Liebe Gartenfreunde, ich wünsche Ihnen ein gutes Gelingen der Gartenarbeit,

bis zum nächsten Monat, der „Garten-Olaf“