Mai 15 - kgv-vorwärts.de

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Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf".

Der sogenannte Wonnemonat ist prädestiniert für Gartenarbeit sowie -gestaltung und gehört zu den schönsten im Jahr. Einerseits kann man noch die Frische des Frühlings spüren, anderseits ist aber auch schon der Sommer mit seiner üppigen Fülle zu erahnen. Und von den "Eisheiligen" hat ebenso schon ein jeder gehört oder? Nun, was verbirgt sich dahinter. Über Jahrhunderte gab es Mitte Mai nachweislich immer wieder Kaltlufteinbrüche mit Rostnächten, die Blüten und damit Ernten bedrohten. Kaltluft-Strömungen aus dem Norden Europas sind dafür verantwortlich.

In Norddeutschland beginnt die Phase am 11. Mai und dauert bis zum 14. Mai, in Süddeutschland liegt die Spanne zwischen dem 12. und 15. Mai. Benannt wurde dieser Zustrom polarer Luft nach Heiligen aus dem katholischen Kalender. 11. Mai: Mamertus, 12. Mai: Pankratius, 13. Mai: Servatius, 14. Mai: Bonifatius, 15. Mai: „Kalte Sophie". Inzwischen hat sich das Klima zu früher etwas gewandelt. Meteorologen gehen heute von drei Kältewellen im Mai aus. Erster Kälteeinbruch um den 4. Mai, der zweite um den 8./9. Mai sowie der dritte Mitte Mai („Eisheilige"). Der bislang ermittelte, letztmögliche Kältetermin – falls zuvor das Wetter stabil bleibt – ist der 17. Mai. Zu 80% folgt danach eine Hochdruckphase mit schönem Wetter.

Gemüsegarten : Im Moment kann fast alles gesät werden. Für Rosenkohl und Grünkohl ist Anfang Mai der letzte Termin. Auch Zwiebeln und Schalotten sollten nicht später in die Erde. Vorhandene Lücken auf den Beeten können Sie mit schnell wachsendem Gemüse, z.B. Spinat, Radieschen und Salat, schließen. Selbst empfindliche Pflanzen, wie Gurken oder Bohnen, dürfen ausgesät werden, da die ersten Blätter sich erst nach den Eisheiligen durch den Boden schieben.

Gegen Ende Mai werden späte Möhren, Winterlauch und früher, schoßfester Fenchel gesät. Außerdem werden vorgezogene Pflänzchen, wie Lauch, Kohlrabi, Sellerie, Salate und Kohl, abgehärtet und in die warme Mai-Erde ausgepflanzt. Achten Sie darauf, dass Zucchini, Tomaten und Paprika erst nach den Eisheiligen gesetzt werden! In rauen Lagen kommen erst Anfang Mai die Kartoffeln in die Erde. In wärmeren Gebieten kann man die Frühkartoffeln dagegen schon leicht an häufeln.

Eine Hauptbeschäftigung der nächsten Zeit ist das Unkrautjäten, damit sich die noch jungen Gemüsepflanzen ungestört entwickeln können. Bei Möhren und Rote Bete kommt es häufig vor, dass die Reihen zu dicht auflaufen. Zupfen Sie in regelmäßigen Abständen zu dicht wachsende Pflänzchen heraus. Bei früher Aussaat oder Aussaaten im Frühbeet und Gewächshaus können schon Salate, Radieschen und Kräuter, geerntet werden.

Obstgarten : Ab Mitte Mai bis Ende Juni wird der Sommerriß an unseren Obstbäumen getätigt. Hier werden alle Neutriebe, die am Obstbaum nicht gebraucht werden, gerissen. Man reißt bei dieser Methode die schlafenden Augen mit heraus. An dieser Stelle wächst vorläufig kein neuer Trieb heraus.

Boden : Schon in den ersten Maitagen gehört die Bodenpflege zu den Aufgaben im Garten. An erster Stelle steht das Hacken. Damit sorgt man nicht nur für gute Bodendurchlüftung, sondern erhält auch die Bodenfeuchtigkeit. So steigt das Wasser aus der Tiefe durch Kapillarröhrchen nur noch bis zur gelockerten Oberschicht der Erde und verdunstet nicht. Deshalb ist häufig zu hacken, mindestens nach jedem Regenguss oder nach dem Gießen, sobald der Boden oberflächlich abgetrocknet ist. Dadurch wird auch das Gießen nicht so oft nötig. Gleichzeitig stört man die Entwicklung der Wildkräuter.

Bis zum nächsten Monat

Der „Garten-Olaf"