Juni 15 - kgv-vorwärts.de

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Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf".

Obstgarten: Etwa sechs bis acht Wochen nach der Blüte beginnt beim Kernobst der sogenannte Junifruchtfall. Dieser fällt umso stärker aus, je stärker der Fruchtansatz ist. In dieser Zeit trennt sich der Baum von überzähligen Früchten, die er nicht mehr ernähren kann, dieses ist als eine natürliche Ausdünnung anzusehen. Oft reicht dies aber nicht aus, deshalb müssen nach dem Junifruchtfall noch viele Früchte von Hand entfernt werden. Ausdünnung bei verschiedenen Obstarten:

Bei Obstbäumen auf der Unterlage M 9 (2,50 m) sollte die Gesamtfruchtanzahl 80, max. 100 Früchte nicht überschreiten. Zwetschen: 20 bis 25 Früchten pro lfd. m Fruchtholz. Apfel und Birne: Auf maximal drei Früchte pro Blütenstand. Pfirsiche und Nektarinen: Damit sich die Früchte bei zunehmendem Dickenwachstum später nicht gegenseitig abdrücken, sollte der Abstand zwischen den Früchten faustbreit sein. Aprikosen: Abstand zwischen den Früchten drei Finger breit.

Sommerriss: Unbrauchbare, ungünstig stehende oder für den Kronenaufbau nicht benötigte diesjährige Triebe können jetzt schon problemlos entfernt werden. Da diese noch nicht verholzt sind, ist dies einfach durch Abreißen (Sommerriss) problemlos bei allen Obstgehölzen möglich. Außerdem schafft man dadurch eine bessere Belichtung und weniger Arbeit beim Winterschnitt. Beim Reißen entfernen Sie gleichzeitig die schlafenden Augen. Wer bei dieser Prozedur etwas ängstlich ist, sollte mit einem Messer unterhalb des Astes eine Kerbe schneiden, so entsteht kein größerer Riss.

Tomaten ausgeizen: Bei Tomaten werden alle Seitentriebe ausgebrochen. So hat der Haupttrieb mehr Kraft für den Fruchtansatz. Nur bei kleinfruchtigen Busch-Tomaten können Sie alle Triebe belassen.

Rabarber: Bis zum 24. Juni kann man ihn noch ernten. Danach sollte man es unterlassen. Der Grund dafür ist, die Stangen enthalten im Sommer viel Oxalsäure; sie schmecken nicht mehr und werden faserig. Auch die Blüten drängen jetzt mit Macht nach oben, doch der Pflanze bekommt es besser, wenn Sie die Blüten mit drehender Bewegung ausbrechen.

Rosen: Entfernen Sie bei der „Königin der Blumen" regelmäßig die verblühten Blüten mit dem darunterliegenden Blattpaar, so treibt die Rose neue Knospen für die zweite Blüte aus. Wenn die Rosen regelmäßig gewässert und gedüngt werden, haben sie gesunde und kräftige Pflanzen und sie sind weniger anfällig gegen Schädlinge und Krankheiten. Kontrollieren sie ihre Pflanzen und Blumen regelmäßig auf Schädlinge, damit sie kein „blaues Wunder" erleben.

Hochwachsene Stauden (Pfingstrosen) rechtzeitig abstützen, damit sie nicht umkippen. Verblühte Blüten am Rhododendron herausbrechen. Ende Juni ist der Termin für den Schnitt immergrüner Hecken: Überprüfen Sie aber vorher, dass keine Vögel mehr brüten. Und denken sie daran, bei Trockenheit reichlich wässern, gerade dann, wenn neue Pflanzen gesetzt wurden.

Gemüsegarten: Im Juni kann auch das vorgezogene Wintergemüse ausgepflanzt werden. Ein Trick aus „Großmutters Garten" ist das Anhäufen der Gemüsepflanzen. Dadurch wird die Bildung von zusätzlichen Wurzeln, sogenannten Adventivwurzeln, gefördert. Die Pflanze kann durch diese mehr Nährstoffe aufnehmen und die Früchte besser versorgen. Zudem bekommen die dünnen Triebe der Pflanzen durch das Anhäufen mehr Halt. Vor allem bei Erbsen, Bohnen und Paprika lohnt sich diese Arbeit. Dann gutes Gelingen.

Bis zum nächsten Monat

Der „Garten-Olaf"