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Hallo, Hier  ist wieder der „Garten-Olaf".

Im ersten Teil mit der dritten und letzten Folge zu "Hochbeete im Kleingarten" und im zweiten zum aktuellen Geschehen.
Bepflanzung: Der Anbau auf den Hochbeeten erfolgt nach dem Prinzip der Mischkulturen. Mit einer richtigen Auswahl beeinflussen sich die Pflanzen zum gegenseitigen Vorteil im Wachstum und wehren Krankheiten sowie Schädlinge besser ab. Im ersten Jahr werden viele Nährstoffe durch den starken Verrottungsprozess freigesetzt. In diesem Zeitraum sollte man starkzehrende Pflanzen, wie Tomaten, Kohl, Gurken, Zucchini, Lauch oder Sellerie anbauen. Nach zwei Jahren können dann sogenannte Mittelzehrer hinzukommen. Das sind Gemüsesorten, die weniger Nährstoffe benötigen, z.B. Salat, Spinat, Zwiebeln, Knoblauch, Chinakohl, Paprika oder Möhren. Anschließend sind die Schwachzehrer an der Reihe, z.B. Bohnen, Erbsen oder Kräuter.

Es gibt zahlreiche Meinungen zum Bepflanzen eines Hochbeetes. Jeder Kleingärtner sollte ein wenig selbst experimentieren und seine eigenen Erfahrungen sammeln, welche Gewächse am besten auf seinem Hochbeet gedeihen. Wenn die eingebrachte Füllung korrekt ist, werden Sie viel Freude am Hochbeet haben. Ich wünsche ihnen viel Erfolg beim Bau eines Hochbeetes, beim Bepflanzen und beim Ernten.

Sommerriss: Bei meinen Gartenbegehungen muss ich leider feststellen, dass dem Sommerriss zu wenig Beachtung geschenkt wird. Ich vermute, dass viele Gartenfreunde von der Notwendigkeit des Sommerrisses zu wenig wissen. Und an dieser Stelle sind die Fachberater der Vereine gefragt. Sie sollten den Sommerriss ihren Gartenfreunden erläutern und praktisch demonstrieren.

Einige Fakten dazu: Im Mai und Juni sowie Anfang Juli bildet der Obstbaum seine größte Blattmasse. Daher ist im Juni der günstigste Zeitpunkt für den Sommerriss. Wir erreichen zwei Hauptziele: Das Triebwachstum wird begrenzt, wodurch die Bildung von Blütenknospen gefördert wird. Und der Obstbaum kann die Nährstoffvorräte besser ausnutzen, womit im nächsten Jahr eine volle Ernte gewährleistet ist.
In der Zeitspanne, wo unerwünschte Triebe noch grün und biegsam sind und noch nicht verholzt, können jetzt die Triebe mit der Hand herausgerissen werden. Die dabei entstehenden Wunden heilen wesentlich besser als beim Schnitt. Durch das Herausreißen werden die sogenannten schlafenden Augen, die man sonst beim Schnitt nicht erfasst, mit entfernt. An diesen Stellen ist ein Neuaustrieb nicht mehr möglich.

Obstgarten: Süßkirschen sollte man sofort nach der Ernte schneiden. Der Schnitt bei der Ernte oder sofort danach ist für Süßkirschen optimal. Die Schnittwunden verheilen gut. Auch wird dem lästigen Gummifluss nach starken Eingriffen weitgehend vorgebeugt. Schwer erreichbare Äste sollte man gleich mit den Kirschen absägen und am Boden ernten.

Pfirsiche sind besonders zwei Wochen vor der Ernte ausgiebig zu wässern, um große Früchte in Aussicht zu haben. Eine einmalige Gabe von 20 bis 30 l je m² ist günstiger als die gleiche Menge in mehreren kleinen Schüben. Rechtzeitiges Abstützen stark tragender Obstbäume beugt dem Bruch von Ästen vor.

Gemüsegarten: Beim Bleichsellerie darf neben dem Gießen und dem Lockern des Bodens das Düngen nicht vernachlässigt werden. Etwa Mitte Juli erhält der Bleichsellerie die zweite Kopfdüngung. Damit sich die Pflanzen gut entwickeln können, verwendet man einen stickstoffreichen Volldünger.

Ertragreiche Ernten von Buschbohnen aus dem Spätanbau kann man nur erwarten, wenn der 15. Juli als Aussaattermin nicht überschritten wird. Später ausgesäte Buschbohnen bringen kaum noch einen Ernteerfolge, da vor Allem die nächtlichen Temperaturen zu sehr absinken können.

Ziergarten: Rosen erhalten im Juli die letzten Düngergaben, somit Reifen die Triebe bis zum Herbst gut aus. Düngt man später im Jahr, können die Triebe nicht ausreifen und frieren meist stark zurück! Man kann beim Düngen im Juli kalireichen Volldünger verwenden, bei denen der Stickstoffanteil gering ist oder einen Spezial-Rosendünger. Auf Wege überhängende Triebe von Rosen sollte man entfernen, damit niemand Schaden erleidet (besonders Kinder). Auch junge Rosentriebe sind stark bestachelt. 

Anfang Juli ist die der beste Zeitpunkt zur Aussaat von Stiefmütterchen. Für Bart-Iris, auch Schwertlilien genannt, ist die zweite Julihälfte der beste Zeitpunkt zum Teilen der Pflanze.

Bis zum nächsten Monat

Der „Garten-Olaf"